Hi liebe Mama,
Wenn du gerade dabei bist, dich auf deine Geburt vorzubereiten, dann weißt du sicher schon: Es gibt wahnsinnig viel zu lernen und zu verstehen! Eine sanfte, selbstbestimmte Geburt ist definitiv möglich – aber es gibt ein paar Stolpersteine, die den Weg dorthin erschweren können. Ich selbst musste schmerzhaft erfahren, wie viel Stress und Anspannung diese Fehler bringen, und das wünsche ich dir auf keinen Fall.
Damit du es leichter hast, möchte ich dir die fünf häufigsten Fehler verraten und dir zeigen, wie du sie umgehen kannst, um eine Geburt zu erleben, die von Vertrauen, Ruhe und Selbstbestimmtheit geprägt ist.
1. Fehler: Keine mentale Geburtsvorbereitung
Oft konzentrieren wir uns bei der Geburtsvorbereitung nur auf das Körperliche: Schwangerschaftsgymnastik, Entspannungsübungen und die richtigen Geburtspositionen. Natürlich sind diese Punkte wichtig, aber die mentale Vorbereitung ist ebenso entscheidend. Viele Frauen sind sich nicht bewusst, wie stark die eigene Gedankenwelt die Geburt beeinflussen kann.
Lösung: Hypnose- oder Visualisierungstechniken wie Hypnobirthing können dir helfen, Vertrauen in deinen Körper und die Geburtskraft aufzubauen. Hypnobirthing gibt dir auch Werkzeuge an die Hand, wie du während der Geburt Ängste und Anspannungen loslassen kannst. Stell dir vor, wie du während der Geburt in deine eigene „Geburtstrance“ eintauchst, in der du entspannt, konzentriert und ruhig bleibst. Solche Techniken bereiten deinen Geist optimal auf die Geburt vor und machen dich stärker – denn du weißt genau, wie du in stressigen Momenten reagieren kannst.
2. Fehler: Vernachlässigung der richtigen Atemtechnik
Eine häufige Herausforderung bei der Geburt ist, dass Frauen die richtige Atemtechnik nicht anwenden oder diese in stressigen Momenten schlichtweg vergessen. Dabei ist der Atem ein Schlüsselwerkzeug, um Ruhe und Kontrolle zu bewahren. Wenn wir flach oder schnell atmen, signalisiert das dem Körper Stress – und verstärkt die Anspannung und Schmerzen während der Wehen. Tiefes, bewusstes Atmen hingegen hilft, den Körper zu entspannen, das Schmerzempfinden zu senken und den natürlichen Geburtsprozess zu unterstützen.
Lösung: Übe schon in der Schwangerschaft bewusstes Atmen, damit es dir während der Geburt vertraut ist. Eine einfache Technik ist die tiefe Bauchatmung, bei der du tief in den Bauch einatmest, die Luft kurz hältst und dann langsam ausatmest, länger als das Einatmen. Oder die Atemzähle-Methode, bei der du beim Einatmen bis vier und beim Ausatmen bis sechs oder acht zählst. Der Atem kann wie ein Anker sein, an den du dich in intensiven Momenten klammern kannst, um fokussiert und ruhig zu bleiben. Je mehr du das übst, desto sicherer wird es dir während der Geburt helfen.
3. Fehler: Zu wenig Einbindung der Geburtsbegleitung
Eine Geburt ist Teamarbeit. Dein Partner oder deine Geburtsbegleitung kann dir so viel Halt und Sicherheit geben – aber nur, wenn sie wissen, wie sie dich richtig unterstützen können. Oft sind Geburtsbegleiter unsicher und wissen nicht, wie sie helfen können, was auch für dich zusätzliche Unsicherheit bedeuten kann. Die Folge: Du fühlst dich in stressigen Momenten allein und beginnst zu zweifeln.
Lösung: Bereitet euch gemeinsam auf die Geburt vor! Ein guter Geburtsvorbereitungskurs bietet praktische Übungen und Tipps, wie dein Partner oder Begleiter dich am besten unterstützen kann. Das können Massagetechniken sein, Atemübungen, oder auch der Umgang mit dem medizinischen Personal. Je mehr er oder sie versteht, wie sie dir zur Seite stehen können, desto sicherer wirst du dich fühlen – und desto sanfter wird die Geburt verlaufen.
4. Fehler: Fehlendes Wissen über die Phasen der Geburt und mögliche Interventionen
Die meisten Frauen wissen nicht genau, was auf sie zukommt, wenn die Geburt tatsächlich losgeht. Oft erleben sie den Prozess als unkontrollierbar und fühlen sich von den Wellen der Wehen überwältigt. Auch die Angst vor medizinischen Eingriffen oder die Unsicherheit über verschiedene Interventionen kann dazu führen, dass Frauen das Vertrauen in sich selbst verlieren.
Lösung: Eine gute Geburtsvorbereitung sollte dir nicht nur Entspannungstechniken beibringen, sondern dich auch mit Wissen über die Geburt versorgen. Zum Beispiel kann es beruhigend sein zu verstehen, dass die Geburt in verschiedene Phasen unterteilt ist und jede Phase eine andere körperliche Reaktion mit sich bringt. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, wie dein Geburtsbegleiter oder dein Partner dich in jeder Phase unterstützen kann. Informiere dich auch über mögliche Interventionen und ihre Vor- und Nachteile. So weißt du im Voraus, welche Entscheidungen du treffen möchtest – und fühlst dich selbstbestimmt und sicher.
5. Fehler: Zu wenig Vertrauen in den eigenen Körper
Viele Frauen unterschätzen die Fähigkeit ihres Körpers, eine Geburt auf natürliche Weise zu bewältigen. Das Vertrauen in den eigenen Körper ist ein wesentlicher Faktor für eine sanfte Geburt. Leider führen Ängste, negative Erlebnisse oder kulturelle Einflüsse oft dazu, dass Frauen Zweifel an sich haben und das Gefühl bekommen, dass sie es „nicht schaffen könnten“. Dieses Misstrauen kann sich dann auf den Geburtsprozess auswirken, da sich bei Unsicherheit automatisch die Muskeln anspannen – was zu mehr Schmerz und Unwohlsein führt.
Lösung: Schaffe dir eine positive Einstellung zu deinem Körper und seiner natürlichen Geburtsfähigkeit. Affirmationen können dir dabei helfen, dein Vertrauen zu stärken. Wiederhole Sätze wie „Mein Körper ist perfekt für die Geburt gemacht“ oder „Ich vertraue darauf, dass mein Körper weiß, was zu tun ist.“ Je mehr du dich auf dieses Vertrauen einlässt, desto leichter wird es dir fallen, deinen Körper einfach arbeiten zu lassen. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs unterstützt dich zusätzlich dabei, in deine innere Stärke zu finden und deinen Körper als deinen größten Verbündeten zu sehen.
Fazit
Eine selbstbestimmte, sanfte Geburt ist möglich, wenn du dich auf die richtigen Aspekte fokussierst und die häufigsten Fehler umgehst. Falls du dich intensiver darauf vorbereiten willst, wie mentale und Hypnose-Techniken eine sanfte Geburt unterstützen können, findest du viele hilfreiche Infos und Techniken im Geburtsvorbereitungskurs. Ich kann dir nur ans Herz legen, dich jetzt schon damit vertraut zu machen, damit du dich bestmöglich auf deinen großen Moment vorbereitest!