Folat statt Folsäure: Was Schwangere unbedingt wissen sollten

Die Ernährung in der Schwangerschaft ist ein zentraler Baustein für die gesunde Entwicklung deines Babys. Besonders wichtig ist die Versorgung mit Folat, einem B-Vitamin, das vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen eine entscheidende Rolle spielt. Viele Frauen hören stattdessen von Folsäure, die häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird. Doch es gibt wichtige Unterschiede, die du kennen solltest – für dich und dein Baby.

Warum ist Folat so wichtig?

Folat trägt zur Zellteilung bei, unterstützt das Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft und ist essenziell für die Entwicklung des Neuralrohrs beim Baby, das sich in den ersten Wochen bildet. Ein Mangel an Folat kann zu Fehlbildungen wie einem offenen Rücken (Spina bifida) führen.

Da unser Körper Folat nicht selbst herstellen kann, müssen wir es über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Hier kommt der Unterschied zwischen Folat und Folsäure ins Spiel.

Folat vs. Folsäure: Der Unterschied

Folat ist die natürliche Form des Vitamins, die in Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen vorkommt. Folsäure hingegen ist eine synthetische Variante, die in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln verwendet wird.

Klingt praktisch, oder? Leider hat die Sache einen Haken: Der Körper kann Folsäure nur begrenzt in die bioaktive Form 5-MTHF (5-Methyltetrahydrofolat) umwandeln, die tatsächlich für die Zellprozesse benötigt wird. Bei vielen Menschen funktioniert dieser Umwandlungsprozess durch genetische Varianten (z. B. MTHFR-Mutation) nicht optimal, was zu einer Ansammlung von unverstoffwechselter Folsäure im Blut führen kann. Das kann langfristig gesundheitliche Risiken bergen.

Folat aus natürlichen Quellen oder in der bioaktiven Form von 5-MTHF in Nahrungsergänzungsmitteln ist daher die bessere Wahl.

Die Vorteile von bioaktivem Folat

  1. Direkte Verfügbarkeit: Bioaktives Folat kann ohne Umwandlungsprozess vom Körper genutzt werden.
  2. Sicherheit: Es gibt kein Risiko, dass unverstoffwechselte Folsäure im Blut verbleibt.
  3. Bessere Wirksamkeit: Besonders bei Frauen mit genetischen Varianten, die die Umwandlung von Folsäure beeinträchtigen, ist Folat effektiver.

Wenn du dich für Nahrungsergänzungsmittel entscheidest, achte darauf, dass diese die bioaktive Form von Folat enthalten, wie z. B. 5-MTHF. Viele herkömmliche Präparate enthalten jedoch Folsäure, also lies die Zutatenliste genau.

Folat in der Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung kann ebenfalls einen großen Teil deines Folatbedarfs decken. Folgende Lebensmittel sind besonders reich an natürlichem Folat:

  • Spinat, Grünkohl, Feldsalat
  • Linsen, Kichererbsen
  • Avocado
  • Orangen und Beeren
  • Sonnenblumenkerne und Walnüsse

Dennoch ist es oft schwierig, allein durch die Nahrung genug Folat aufzunehmen, besonders in der Schwangerschaft, wo der Bedarf erhöht ist. Deshalb wird eine gezielte Supplementierung empfohlen.

Warum die richtige Wahl zählt

Die Entscheidung zwischen Folsäure und Folat mag auf den ersten Blick wie ein Detail wirken, doch sie kann weitreichende Auswirkungen auf deine Gesundheit und die deines Babys haben. Eine natürliche oder bioaktive Quelle für Folat ist nicht nur effektiver, sondern auch schonender für deinen Körper.

Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen Folat und Folsäure sowie die Auswirkungen auf deine Schwangerschaft erfahren möchtest, lies meinen ausführlichen Artikel „Warum Folat die bessere Wahl ist“. Hier erkläre ich genau, worauf du bei Nahrungsergänzungsmitteln achten solltest und wie du deinen Bedarf optimal deckst.

Mit der richtigen Wahl kannst du nicht nur dein Baby bestmöglich unterstützen, sondern auch deine eigene Gesundheit fördern. Du hast es in der Hand!

2 Kommentare zu „Folat statt Folsäure: Was Schwangere unbedingt wissen sollten“

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