Während der Schwangerschaft leistet dein Körper Höchstleistungen, um deinem Baby die besten Startbedingungen zu ermöglichen. Eine ausgewogene Ernährung ist jetzt besonders wichtig – doch manchmal reicht sie allein nicht aus, um alle Nährstoffe in ausreichender Menge abzudecken. Hier kommen Nahrungsergänzungsmittel* ins Spiel. In diesem Artikel stelle ich dir die wichtigsten vor und erkläre, worauf du achten solltest, damit du und dein Baby optimal versorgt seid und am Ende wartet noch eine kleine Überraschung auf dich!
1. Folat – Die natürliche Wahl für die Schwangerschaft
Folat ist unverzichtbar für die Zellteilung und die Entwicklung des Neuralrohrs, aus dem sich Gehirn und Rückenmark deines Babys bilden. Es ist die natürliche Form von Vitamin B9 und die bessere Wahl gegenüber synthetischer Folsäure.
Empfehlung:
- Wähle ein Präparat mit 5-MTHF (bioaktives Folat), um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten.
Erfahre mehr über die Unterschiede zwischen Folat und Folsäure in meinem Artikel „Warum Folat die bessere Wahl ist“.
2. Omega-3-Fettsäuren – Für Gehirn und Augen deines Babys
Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA (Docosahexaensäure), sind essenziell für die Entwicklung des Gehirns und der Augen deines Babys. Auch für dich als werdende Mutter sind sie wichtig, da sie das Risiko für Schwangerschaftsdepressionen senken können.
Empfehlung:
- Achte auf ein hochwertiges Omega-3-Präparat, das mindestens 200–300 mg DHA pro Tag enthält.
- Wenn du vegan oder vegetarisch bist, gibt es DHA auch aus Algenöl.
3. Vitamin D – Der Sonnenvitamin-Booster
Vitamin D spielt eine Schlüsselrolle für gesunde Knochen und ein starkes Immunsystem. Viele Frauen haben besonders im Winter einen Mangel, weshalb die zusätzliche Einnahme oft nötig ist.
Empfehlung:
- 10–20 µg (400–800 IE) Vitamin D täglich, idealerweise nach einem Bluttest, um deinen Bedarf genau zu ermitteln.
- Kombiniere es mit gesunden Fetten, da Vitamin D fettlöslich ist.
4. Eisen – Für Energie und Sauerstofftransport
Während der Schwangerschaft steigt dein Blutvolumen um bis zu 50 %, und dein Körper benötigt mehr Eisen, um Sauerstoff zu transportieren. Ein Eisenmangel kann zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Blutarmut führen – Symptome, die viele Schwangere kennen. Doch oft ist nicht allein Eisen das Problem, sondern auch ein Mangel an Kupfer, der die Eisenaufnahme und -verwertung beeinträchtigen kann.
Eisen oder doch Kupfermangel?
Eisen und Kupfer arbeiten eng zusammen, da Kupfer notwendig ist, damit Eisen im Körper richtig transportiert und verwertet wird. Ein scheinbarer Eisenmangel könnte daher auch durch einen Kupfermangel ausgelöst sein. Statt einfach nur Eisenpräparate einzunehmen, lohnt es sich, den Kupferstatus prüfen zu lassen.
Natürliche Lösungen: Leber als Power-Food
Eine großartige Quelle sowohl für Eisen als auch für Kupfer ist Leber. Sie liefert beide Nährstoffe in einer perfekt bioverfügbaren Form – ideal für die Schwangerschaft. Doch Leber sollte in Maßen genossen werden, da sie auch reich an Vitamin A ist, das in hohen Dosen problematisch sein kann. Eine kleine Portion (ca. 1x pro Woche) reicht oft aus, um deine Speicher aufzufüllen.
Empfehlung:
- Lasse über einen Bluttest feststellen, ob du tatsächlich einen Eisenmangel hast oder ob ein Kupfermangel vorliegt.
- Wenn nötig, ergänze gezielt und setze auf natürliche Quellen wie Leber, um von der Nährstoffkombination zu profitieren.
- Kombiniere Eisenpräparate mit Vitamin C (z. B. ein Glas Orangensaft), um die Aufnahme zu verbessern.
Durch eine ausgewogene Versorgung mit Eisen und Kupfer sorgst du dafür, dass dein Körper den erhöhten Anforderungen der Schwangerschaft gewachsen ist – und du dich energiegeladen fühlst!
5. Magnesium – Dein Helfer gegen Krämpfe
Magnesium kann Muskelkrämpfe lindern, das Risiko für vorzeitige Wehen senken und zu einem entspannten Schlaf beitragen. Es hilft zudem bei Verstopfung, einem häufigen Schwangerschaftsproblem.
Empfehlung:
- 300–400 mg Magnesium täglich, vorzugsweise abends eingenommen.
- Magnesiumcitrat wird besonders gut vertragen.
6. Probiotika – Für eine gesunde Darmflora
Eine gesunde Darmflora unterstützt nicht nur deine Verdauung, sondern auch dein Immunsystem. Probiotika können Schwangerschaftsbeschwerden wie Blähungen lindern und sogar das Allergierisiko deines Babys senken.
Empfehlung:
- Wähle ein Präparat mit verschiedenen Bakterienstämmen, die speziell für Schwangere geeignet sind.
7. Vitamin B12 – Unverzichtbar für Vegetarier und Veganer
Vitamin B12 unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen und die Entwicklung des Nervensystems. Wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, ist eine Supplementierung unbedingt notwendig.
Empfehlung:
- Wähle ein Präparat mit Cyanocobalamin oder Methylcobalamin (bioaktive Form).
Worauf solltest du bei Kombipräparaten achten?
Multivitamine für Schwangere sind praktisch, doch nicht alle enthalten hochwertige Inhaltsstoffe. Achte auf:
- Bioaktive Formen: Folat statt Folsäure, Methylcobalamin statt Cyanocobalamin.
- Keine Überdosierungen: Besonders bei Vitamin A und Eisen.
- Zusatzstoffe: Vermeide Präparate mit unnötigen Füllstoffen oder Zucker.
Fazit: Deine Gesundheit, deine Wahl
Die richtige Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu einer gesunden Schwangerschaft – für dich und dein Baby. Setze auf hochwertige Nahrungsergänzungsmittel*, die speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren abgestimmt sind, und kombiniere sie mit einer nährstoffreichen Ernährung.
Falls du unsicher bist, welche Präparate die besten für dich sind, sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme. Und vergiss nicht: Dein Körper leistet Großartiges – du darfst dir Unterstützung holen!
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